Romane

 

Zusammenfassung:

Manche Kriege gewinnt man mit Stärke, andere mit Raffinesse und andere wieder, durch eine einzigartige Begabung. Eine Begabung die dem Waffenmeister verhelft die wundervollsten und mächtigsten Waffen seiner Zeit anzufertigen. Eine Kunst, die mehr benötigt wird, als je zuvor. 
Die Welt befindet sich in den Fängen böser Mächte. Mächte deren Einhalt von einem kleinen Trupp aussergewöhnlicher Ritter geboten wird. Ein Trupp auf der Suche nach dem Schlüssel zum Sieg - den Waffenmeister.

Buch I

Kapitel I

Vorgeschichte

Es herrschte Krieg im Lande Lidien. In der Tiefebene von Eoscadén trafen die Unheil bringenden, tödlichen Armeen, die unter der Führung von Primán Òtarak, dem diabolischen Ersten aus der Familie der Ganden von Rasnak wie eine verderbenbringende Flut aus dem Osten nach Lidien einfielen und das Land mordend und brandschatzend Stück für Stück in ihre Gewalt brachten, auf die vereinigten Heere von Argódien, Wásdanoth und des Waglamdás.

Die Flotten von Wásdanoth und Linien waren im lidischen Ozean, weit vor der eigenen Küsten in gewaltigen Seeschlachten vernichtend geschlagen und zum großen Teil versenkt worden. Die tödliche Übermacht rückte also nicht nur zu Fuß oder Pferd gegen die sich ihnen mit aller Kraft und unter Todesverachtung entgegenstemmenden Reiter und Fußkämpfer der vereinigten Berglanden aus dem Westen vor, sondern auch von den südlichen Küsten her drangen Rasnakil und deren Hilfstruppen in das Landesinnere vor und verwickelten dort die Verteidiger in grausame, verlustreiche Schlachten. Sie drängten die Verteidiger der Freiheit weit ins Hinterland, wo sie sich mit ihren Heeren vereinigten. 

Die vereinten Kämpfer des Westens waren gut ausgebildet aber nicht kriegserfahren. Sie verfügten über eine große Zahl tödlicher Waffen - solche für den Kampf Mann gegen Mann, jedoch führten sie auch schwere Kriegswaffen mit sich, welche sie sehr wohl zu benutzten vermochten und mit denen sie vernichtende Schläge gegen die anrückenden Truppen des Primen führten. Dennoch wurden sie auf breiter Front von der gewaltigen Zahl der schrecklichen, kriegserprobten Kämpfer des Primán schier erdrückt und immer weiter gegen die Grenzen der noch unbesetzten Länder zurückgedrängt, während Linien selbst bereits überrannt und besetzt worden war. Sie hatten den Rasnakil im Grunde nur wenig entgegen zu setzen.

In den westlichen Landen hatte es über viele Jahrzehnte keinen Krieg mehr gegeben und auch davor fanden nur gelegentlich unbedeutende Scharmützel statt, bei denen es aber zumeist nur um kleinere Grenzstreitigkeiten ging oder um die Frage der Mitgift, die ein Palladin, Lehnsherr über einen winzigen Landstrich, Vater einer Tochter und Braut, dem Bräutigam, seinerseits Sohn eines anderen Palladins, nicht herausgeben wollte. Stattdessen wurden die Mittel, die Intelligenz und Energie der Menschen darauf konzentriert, den Wohlstand der Stadt durch Handel und Wandel einerseits und Entwicklung der Wissenschaft und Philosophie andererseits zu mehren. So erklärte sich die mangelnde Erfahrung der Verteidiger in der Kriegsführung. Dennoch - auch unter ihnen gab es eine nicht kleine Zahl an kampferprobten Ritter und Soldaten, die sich früher in anderen Ländern als Söldner bewährt hatten und jetzt ihre Kenntnisse an unerfahrene Kämpfer der Westlande weitergaben. Außerdem lernten die Nestlinge durch ihr hohes Maß an Intelligenz und ihre gute Bildung sehr schnell. 

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